Die 4 Mysteriendramen von Rudolf Steiner

Die Jahre 1910 bis 1913 brachten einen Höhepunkt in der Entwicklung des anthroposophischen Lebens in München und in der Geschichte der anthroposophischen Bewegung überhaupt durch die Uraufführung von Rudolf Steiners vier Mysteriendramen "Die Pforte der Einweihung", am 15.8.1910, "Die Prüfung der Seele", am 17.8.1911, "Der Hüter der Schwelle",am 24. 8. 1912 und "Der Seelen Erwachen", am 22. 8. 1913. Das letztgenannte Drama führte noch in der Programmankündigung den Titel "Marias und Thomasius" Erwachen" (oder "Das Jenseits der Schwelle"). Zu den Dramen hatte Adolf Arenson auf Aufforderung von Rudolf Steiner die Musik geschrieben, die an bestimmten Stellen Wort und Spiel ergänzte. Die vier Mysteriendramen Rudolf Steiners - ebenso wie Faust, Teil des Repertoires der Goetheanum-Bühne - entstanden in den Jahren unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Sie markierten nicht das Ende einer Epoche. Sie skizzierten einen Aufbruch. Sie bringen den Aufbruch einiger weniger Menschen aus der Krisis des modernen, in seinen Welt-, Selbst-, und Sozialverhältnissen isolierten Individuums auf die Bühne. Allerdings: Sie verlassen die Krisis nicht. Keine Sieger, weder grosse Helden noch idealistische Weltverbesserer werden gezeigt - aber Menschen, die mit allen Konsequenzen einen neuen, einen heute immer verständlicher werdenden und in seinen Windungen doch immer unbekannten Weg gehen lernen. Bekannt wird er allein dem, der ihn geht. Die Goetheanum-Bühne strebt im Laufe der nächsten Jahre eine Neuinszenierung der Mysteriendramen an. Dazu finden zunächst Vorstudien statt. Im Besonderen geht es darum, neue Lösungsansätze für die dramatisch-eurythmische Darstellung geistiger Szenen und Wesen zu entwickeln.
 

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